AG Psychoanalytische Forschung und Praxis – Bulletins

Im Bulletin_14 wird die Mainzer PFPP-Studie von C. Subic-Wrana, J. Wiltink und M.E. Beutel (2015) als eine Untersuchung psychodynamischer Kurzzeittherapien mit Patienten mit Panikstörungen vorgestellt, welche die methodischen Gütekriterien (Randomisierte Kontrollgruppen Studie RKS) erfüllen und den Besonderheiten psychodynamischer Arbeitsweise gerecht werden soll.

Im Bulletin 13  wird der Frage nachgegangen, inwiefern die sexuelle Orientierung in der aktuellen psychoanalytischen Forschung rezipiert wird, welche Positionen innerhalb der heutigen Psychoanalyse dazu eingenommen werden und welche Dynamiken sich in psychoanalytischen Behandlungen daraus ergeben.

Im Bulletin_12  werden die Ergebnisse des in Bulletin 11 vorgestellten Fragebogen zur Reproduktionsmedizin und der Entwicklung der betroffenen Kinder und Familien zusammengefasst.

Im Bulletin 11 geht es um das Thema “Retortenbabies, Samenspender, Leihmütter: Reproduktionsmedizin und die Entwicklung der betroffenen Kinder und Familien. Es wird Bezug genommen auf diverse Arbeiten und Untersuchungen zu diesem Thema, aber auch auf den von der AG Forschung & Praxis entworfenen Fragebogen zu diesem Themenkreis. Dieser kann bezogen werden bei mtdiez@mmi.ch.

Im Bulletin 10 wird erstmals die Konzeptforschung diskutiert und hierzu zwei Arbeiten vorgestellt, zum einen von A.U. Dreher (Was kann Konzeptforschung leisten?) und zum anderen von J. Sandler, A.U. Dreher u. S. Drews (An approach to conceptual research in psychoanalysis illustrated by a consideration of psychic trauma).

Im Bulletin 9 wird die Arbeit von Vera King “Adoleszenz und Migration – eine verdoppelte Transformationsanforderung” (In: Bründl P. & Kogan, I. (2005). Kindheit jenseits von Trauma und Fremdheit, Apsel & Brandes, Frankfurt a.M. – S. 30-51) vorgestellt, als Modell, an dem wir uns in der klinischen Arbeit orientieren können, ohne dessen Komplexität zu reduzieren.

Im Bulletin 8 wird der Artikel von Joachim Küchenhoff (Schweizer Archiv für Neurologie und Psychiatrie, 2009, 160(1), 12-19) zum Thema “Der integrative Prozess in der Psychotherapie: Methodenvielfalt – Synergismus – Integration” behandelt, als Beitrag zu einer psychotherapiewissenschaftlichen Forschung, die sich explizit zum Ziel gesetzt hat von der psychotherapeutischen Erfahrung auszugehen, wie sie sich im institutionellen Kontext darstellt.

Im Bulletin 7 wird eine Arbeit von Eve Caligor (Treatment manuals for long-term psychodynamic psychotherapy and psychoanalysis; 2005) vogestellt, welche Behandlungsmerkmale für psychodynamische Langzeittherapien vergleicht.

Im Bulletin 6 wird der Artikel von Regina Könneke, Stefanie Wilke, Sabine Ermel, Joachim Küchenhoff & Gerd Rudolf (2001): “Zur Differenzierung des Kinderwunsches von ungewollt kinderlosen Männern – Ergebnisse eines qualitativen Forschungsansatzes” behandelt, der die Durchführung analytischer Auswertungsschritte bei einer qualitativen Untersuchung anschaulich darstellt.

Im Bulletin 5 wird eine neue Arbeit von G. Lepper & E. Mergenthaler (2007): “Therapeutic collaboration. How does it work?” aus dem Gebiet der Psychotherapie-Prozessforschung diskutiert, die sich mit der Frage auseinandersetzt, welche interaktiven Prozesse zwischen TherapeutIn und KlientIn dazu beitragen, die therapeutische Beziehung zu etablieren und aufrecht zu erhalten.

Im Bulletin 4 wird auf einen Artikel von E. Peterfreund “On the Distinction Between Clinical Process and Content Theories” (1990) aufmerksam gemacht, der der zwar nicht den aktuellen Forschungstand widerspiegelt, aber den Blick für Themen sensibilisiert, die nach wie vor in der Psychotherapieprozessforschung relevant sind. Der Artikel sollte als “Zeitdokument” gelesen werden, das den Forschungstand und die Diskussionen psychoanalytisch-orientierter Forscher von 1990 deutlich macht.

Im Bulletin 3 wird eine Arbeit im Rahmen einer Studie diskutiert, welche sich der Untersuchung von nachhaltigen Veränderungen in psychoanalytischen Therapieprozessen widmet. Die Praxisstudie Analytische Langzeittherapie (PAL) soll – im Unterschied zu symptomorientierter Outcome-Forschung – strukturelle Veränderungen im Verlauf von Therapien abbilden. Diskutiert wird eine Arbeit von Gerd Rudolf, ergänzt durch weitere Publikationen.

Im Bulletin 2 wird eine Studie zu längerdauernden psychoanalytischen Psychotherapien vorgestellt, die als Beispiel für die prozess-outcome Forschung gelten kann. Es wird einerseits die Wirksamkeit im Sinne einer Symptomveränderung untersucht, andererseits die Frage der Veränderung von konfliktiven Beziehungsmustern verfolgt. Methodisch wird das ZKBT (Zentrales Beziehungs-Konflikt-Thema) von Lester Luborsky angewendet.

Das Bulletin 1 bietet eine Übersicht zu den verschiedenen Strömungen der Psychotherapieforschung. Dies ist als Hintergrundfolie für weitere, sehr fokussierte Beiträge gedacht.

Das Bulletin 0 ist in den EFPP-Nachrichten September 2003 erschienen. Es enthält einen programmatischen Einführungstext. Darin sind die beabsichtigten Diskussionsthemen ausführlicher umschrieben:
“… die Arbeitsgruppe wird ausgewählte Publikationen rezensieren, kommentieren und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen. … Entsprechend ihrem Interesse plant die Gruppe, ein breites Spektrum an Arbeiten zu besprechen. Aktuellere psychoanalytische Forschungsarbeiten sollen vorgestellt werden, wobei unterschiedliche Forschungsziele (Prozess- vs. outcome-Forschung) wie auch verschiedene Untersuchungsdesigns (Einzelfall- vs. gruppenstatistische Untersuchungen) und Forschungssettings (‚naturalistischere’ vs. ‚standardisiertere’) berücksichtigt werden sollen. Dabei soll die methodenkritische Auseinandersetzung mit der Frage, was mit den angewandten Untersuchungsmethoden eigentlich erfasst wird und welches der Aussagewert der Forschungsergebnisse für die klinische Praxis ist, nicht fehlen.”

Neben der Forschung, die sich mit der therapeutischen Arbeit an sich befasst, interessieren uns Arbeiten, welche sich mit der Interaktion zwischen dem aktuellen soziokulturellem Kontext und der klinischen Praxis und deren Veränderungen auseinandersetzt (z.B. Veränderungen der Beziehung Patient-Behandelnder durch die bessere Zugänglichkeit von Fachwissen; Veränderung subjektiver und wissenschaftlicher Modelle zu Gesundheit, Krankheit und Therapie).”